9.9. Der Abreisetag

Am Anfang schuf der liebe Gott nicht nur Himmel und Erde, sondern irgendwann danach (vermutlich kurz nach der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies) das Aufstehen. In unserem Fall um 4 Uhr Morgens am 9. September, um den Flieger um 7:25 Uhr nach London Heathrow zu erwischen. Eine wirklich unchristliche Zeit! Nach Check-In unseres Gepaecks und nachdem wir die Sicherheitskontrollen durchlaufen hatten, begann unsere Reise. Der Flug von Berlin Tegel nach London Heathrow mit der British Airways war ein recht angenehmes Erlebnis. Die Sitze waren angenehm breit und Platz bis zum Vordermann war ausreichend vorhanden. Wenn dies Standard auf den British Airways Maschinen sein sollte, koennen wir dem Transatlantikflug beruhigt entgegenschauen. Flug und Landung verliefen unspektakulaer. Da uns Heathrow bisher unbekannt war, begann hier unser erstes Abenteuer. Der Weg durch die Katakomben von Heathrow zu den International Departures. Ein strammer Fussmarsch, vorbei an ein paar Baustellen, gelenkt durch die Schilder und freundlichen Flughafenbediensteten, brachte uns auch gleich an unser erstes Ziel. Das Ende der ersten Warteschlange. Nach kurzer Ueberlegung, ob die 3 1/2 Stunden bis zum Abflug nach Los Angeles auch ausreihen wuerden, waren wir aber mit vielen anderen Fluggaesten bereits abgefertigt, durchgecheckt und und hatten nun ca. 3 Stunden zu ueberbruecken. Hier bot sich "The Bridge Bar" hervorragend an. Eine Bar mit Kueche, die alles bot, was das Reiseherz begehrt. Hier konnte man eine Weile bei Essen und Getraenken bleiben, sich die anderen Reisenden anschauen und dem ein oder anderen Gespraech lauschen.

Unsre Boarding begann puenktlich und wir hatten uns vorher uebers Internet beim Online-Check-In zum Glueck gute Plaetze gesichert. Fast die letzte Reihe, nur zwei Sitze und Platz zur Wand. Ein Glueck, denn was beim Linienflug so gut begann, war hier recht entaeuschend. Gefuehlte 30 cm weniger Platz in alle Richtungen. Zum Glueck bot der Sitz/Wand-Abstand wenigstens etwas Freiheit. Da konnte auch der eigene Monitor direkt vor einem, die ca. 25 Kinofilme und viel Musik die man individuell waehlen konnte, nur wenig Abhilfe schaffen. Also fuer Beschaeftigung war gesorgt.

Der Flug war mit ca. 12 Stunden angesetzt. Mit der Stunde Verzoegerung zum Abflug und einer halben Stunde Warten bis wir an unseren Ankunftsgate konnten, waren wir tatsaechlich nur 13 Stunden im Flugzeug. Also genug Zeit fuer 4 Kinofilme, 2 Mahlzeiten, diverse Liter Wasser, ein paar mal Aufstehen und ein paar Nickerchen. So war der Flug fast schnell vorueber. Die naechste grosse Huerde, die Einreiseformalitaeten, wartete auf uns. Hier sind unsere Gastgeber aber hervorragend organisiert. Einweiser schicken einen zur jeweilig kuerzesten Schlange und die Abfertigung (Abdruck linker Zeigefinger, Abdruck rechter Zeigefinger, biometrisches Foto und die obligatorische Frage nach dem Zweck der Einreise) inkl. Abgreifen der Koffer war innerhalb von ca. 20 Minuten erledigt. Rekord!!

Routinemaessig erfolgte die Abholung unseres Mietwagens bei Alamo. Bustransfer zur Mietstation, Formalitaeten, nur die Auswahl des Wagens war schwierig. Wir hatten uns ja eigentlich auf einen Equinox eingestellt. Ein Mittelklasse-SUV, aber alle Mittelklasse-SUVs waren weg. Schweren Herzens haben wir dann den Chevrolet Trailblazer genommen. Was fuer ein Schiff!

Die Fahrt zu unserem Hotel war dann ebenfalls Routine. Nach dem dritten Besuch in der Sportmen’s Lodge sollte das auch kein Problem mehr sein. Eigentlich koennen wir schon Mengenrabatt beantragen. Ohne grosse weitere Aktivitaeten fallen wir dann Abends ins Bett. Morgen steht die Fahrt nach Las Vegas an.

Arne am 16.9.07 03:54

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